Die Schweiz ist bekannt für ihre strengen, aber klaren Verkehrsregeln, die in erster Linie der Sicherheit aller dienen. Die allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzungen sind: 50 km/h innerorts, 80 km/h ausserorts und 120 km/h auf Autobahnen. Diese Limits werden häufig durch Radarkontrollen überwacht, und die Bussen bei Überschreitungen sind empfindlich hoch. Besonders wichtig ist auch die Regelung zur Lichtpflicht: Abblendlicht muss nicht nur bei Dunkelheit oder schlechter Sicht, sondern grundsätzlich auch in Tunneln eingeschaltet sein. Viele Neuwagen schalten zwar automatisch um, aber als Fahrer ist man selbst dafür verantwortlich.
Die Gurtpflicht besteht in der Schweiz für alle Insassen, sowohl vorne als auch hinten. Kinder bis zu einer Körpergrösse von 150 cm müssen in einem zugelassenen Kindersitz gesichert werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der respektvolle Umgang miteinander, der hier grossgeschrieben wird. Aggressives Fahrverhalten oder dichtes Auffahren können nicht nur zu Unfällen führen, sondern auch mit hohen Bussen geahndet werden. Zudem gilt ein absolutes Alkoholverbot von 0,5 Promille; für Fahranfänger und Berufsfahrer gilt sogar 0,1 Promille. Wer sich nicht daran hält, riskiert nicht nur Geld, sondern auch den Führerschein.
Neben den klassischen Regeln spielen auch Umweltvorschriften eine zunehmende Rolle. Viele Gemeinden in den Alpentälern haben bei Inversionswetterlage temporäre Fahrverbote für Fahrzeuge ohne geregelten Katalysator, was aber vor allem ältere Modelle betrifft. Wichtiger für den Alltag ist die Regelung, dass man sein Auto nicht unnötig im Leerlauf warmlaufen lassen darf, da dies als Ordnungswidrigkeit gilt. Auch wenn diese Punkte auf den ersten Blick klein erscheinen, tragen sie zum Gesamteindruck eines disziplinierten Verkehrssystems bei. Wer sich an die Regeln hält, ist auf der sicheren Seite und kann die Reise entspannt geniessen, nachdem er sich zuvor um die notwendige vignette schweiz gekümmert hat.